„Maḳūlāt“, in: So zumindest die Kurzdarstellung bei Sajjad H. Rizvi: P. Boehner, G. Gal und S. Brown (Hrsg. B. früh Noam Chomsky die Logik von Port Royal und die fast zeitgleiche Grammatik von Port Royal besprochen. Schulte, Philipp. So müsse auf irgendeine Weise das Abbild eines Gegenstandes und das Abbild von Eigenschaften eines Gegenstandes unterschieden werden. Jahrhundert. Ein weiteres Thema der politischen Philosophie ist das Verhältnis zwischen Freiheit und Gleichheit und wie diese beiden Begriffe zu definieren sind. Neben diesen Ansätzen gab es noch andere Modelle der Welterklärung. Ausgehend von der sokratischen Was-ist-Frage („Was ist Tugend? Ludwig Wittgenstein entwarf ein völlig neues Verständnis von Sprache, die er als ein unüberschaubares Konglomerat einzelner „Sprachspiele“ begriff. 2010 gab es insgesamt 3.651 Eingeschriebene. Das Wesen des Menschen gibt viele Rätsel auf. Adorno orientiert sich an Hegel, wenn er sagt, dass sich die Methode der Wissenschaft mit ihrem Gegenstand verändert, jedoch an Marx wenn er die Ursache dieser Veränderung in den Veränderungen der den Gegenständen zugrundeliegenden materiellen Substrate zu erkennen glaubt. Diese beiden sogenannte Stämme der Erkenntnis sind aber untrennbar miteinander verwoben, so dass es keine Begriffe ohne Anschauung geben kann und umgekehrt. Ähnlich kritisch forderte auch Edmund Husserl, der Begründer der Phänomenologie, dazu auf, sich bei der analytischen Betrachtung der Dinge zunächst an das zu halten, was dem Bewusstsein unmittelbar erscheint, um eine vorschnelle Weltdeutung zu vermeiden. Ein kritisches Potenzial der Philosophie liegt im Hinterfragen der gesellschaftlichen Verhältnisse ebenso wie in einer Relativierung der Ansprüche von Wissenschaften und Religionen. Des Weiteren stellt sie die „letzten Fragen“ nach dem Sinn und Zweck allen Seins. Sie versucht die gesamte Wirklichkeit, wie sie uns erscheint, in einen sinnvollen Zusammenhang – oft auch in ein universelles System – zu bringen. Seitdem die Aufklärer Voltaire, Rousseau und Diderot (als Impulsgeber der Enzyklopädie mit dem Ziel der Aufklärung durch Wissen) in Frankreich philosophes genannt wurden, verstand man darunter in der Tradition von Montaigne allgemein auch gelehrte Schriftsteller, die sich über populäre, also über Themen von allgemeinem öffentlichen Interesse äußerten – so auch Universalgelehrte wie Goethe und Schiller. : Seele/Dreieck), voneinander unterscheiden. B. Euthanasie) danach zu fragen, welche Antwortmöglichkeiten die Philosophie in den letzten 2500 Jahren dazu angeboten hat und wie die Auseinandersetzungen um diese Vorschläge bisher verlaufen sind. So findet der Diskurs der Philosophie an den Universitäten häufig abgetrennt nicht nur von der Religion, sondern auch von den Sozialwissenschaften, von Literatur und Kunst weitgehend als theoretische Philosophie mit einer starken Betonung von Wissenschaftstheorie, Sprachanalyse und Logik statt. ), Die Begriffstheorie diskutiert seit ihren historischen Anfängen den Ursprung von Begriffen und insbesondere die Frage, ob alle oder einige Begriffe „angeboren“ sind (Begriffs-Innativismus/-nativismus) oder alle bzw. In der Umgangssprache ist es jedoch der Normalfall, dass ein Wort für verschiedene Begriffe steht, es wird dann als mehrdeutig (äquivok) bezeichnet. verwarf die Ideenlehre als eine unnötige „Verdopplung der Welt“. Paradigmenwechsel) gehören zu ihrem Aufgabenbereich. Typischerweise überwindet sie nicht nur die Grenzen der Philosophie, sondern auch die der Religion, so etwa im Zen, im Yoga, im Sufismus, in der Kabbala und in der christlichen Mystik. u.). Die generelle Metaphysik ist die Ontologie, welche in der Tradition des Aristoteles die Frage nach den Grundstrukturen alles Seienden und dem Sein stellt. Die Philosophie gibt es so wenig wie die Religion.Die Menschen, die gemeinhin »Philosophen« genannt werden, haben in den vergangenen ca. Diogenes, der seinem philosophischen Denken Ausdruck verlieh, indem er dem weltlichen Treiben entsagte, zeugt auch davon, dass zum Philosophieren Ruhe und Muße gehören. Wer sind wir und wo gehen wir hin? Diese Seite wurde zuletzt am 5. Die Sprachphilosophie untersucht die Beziehung zwischen Sprache, Denken und Wirklichkeit. Tragen verschiedene Begriffe gleiche Benennungen, so spricht man von Homonymie. Jahrhunderts begannen sich die einzelnen Teildisziplinen der praktischen Philosophie zu spezialisieren und allmählich als Einzeldisziplinen herauszubilden. … [32] Avicenna spricht von intelligiblen Begriffen, maʿānÄ« maʿḳūla, im lateinischen oftmals als intellecta übersetzt. (Hrsg. Wirklichkeit. Daher gibt es annähernd so viele mögliche Antworten auf die oben gestellte Frage wie Philosophen. Davon unterscheidbar ist der Gegensatz von ism (sprachliches Zeichen als Ganzes) und musammā (Gedanke oder gegenständlicher Referent). hegte deshalb Zweifel an dem Bild, das der Mensch von sich selbst und von der Welt entwickelte. Wichtigster Vertreter der christlichen Mystik des Mittelalters war Meister Eckhart, der sich als „Lebensmeister“ sah und die Bedeutung der praktischen Umsetzung philosophischer Erkenntnis im eigenen Lebensvollzug betonte. Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft des folgerichtigen Denkens), die Ethik (als die Wissenschaft des rechten Handelns) und die Metaphysik (als die Wissenschaft der ersten Gründe des Seins und der Wirklichkeit). Darüber hinaus bestand er auf der Differenz zwischen geglaubtem und im Rahmen der Philosophie gedachtem Gott, was zahlreiche rein philosophische Beweisverfahren – etwa für die Unsterblichkeit der Seele – unmöglich machte. 61 Dokumente Arbeitsblätter Ethik Philosophie, Gymnasium FOS, Klasse 6 B. die Tragik der Allmende) lassen sich in diesem Rahmen, wenn schon nicht lösen, so doch verstehen. Schriftzeichen bilden entweder ein- oder doppeldeutige Zeichen der Begriffe. Die Handlungstheorie versucht, motivierte Handlungen zu erklären, so etwa, ob und wie es möglich ist, bei zwei alternativen Handlungen, frei und absichtlich die selbst für schlechter gehaltene zu wählen (Akrasia). In der transzendentalen Deduktion zeigt er, dass die Tätigkeiten von Sinnlichkeit und Verstand darüber hinaus immer vom cartesischen Bewusstsein des Ich denke (er nennt dies „transzendentale Apperzeption“) begleitet sein müssen, so dass Gesetze niemals in den Erscheinungen existieren können, sondern immer nur im erkennenden Subjekt. Deshalb versucht er noch, Gott zu beweisen. Oft gesuchte Begriffe. im Arabischen zweier wad' (Farabi u. Sie forderte die Menschenrechte ein und dachte über die Wiederherstellung einer „unverfälschten natürlichen Lebensweise“ nach. Einige Philosophen verwenden die Spieltheorie, um Modelle für ethische Probleme zu entwickeln. Während der Positivismus und Vertreter analytischer Philosophie in der ersten Hälfte des 20. Dies lässt sich teils auf veränderte Bedürfnisse des jeweils herrschenden Zeitgeists, teils auf die fortdauernde Weiterentwicklung der übrigen Wissenschaften zurückführen. Nach ihm bilden sich kognitive Strukturen durch Interaktion mit den Objekten. Identität als Experiment. (Jürgen Fritz, 21.09.2019) In seinem berühmten Werk A Treatise of Human Nature (Ein Traktat über die menschliche Natur) stellte der schottische Philosoph David Hume 1739/40 bereits fest, dass aus einem Sein kein Sollen geschlossen werden könne. In der philosophischen Ethik werden die allgemeinen Grundla-gen, Prinzipien und Beurteilungskriterien des Handelns rekon- struiert und hinterfragt. Aber auch die Möglichkeit eines freien Willens, sowie das Wesen mentaler Zustände, von Bewusstseinsinhalten und Emotionen (Qualia) wird hier untersucht. (Noch das Wort Schule geht auf das griechische Wort in der alten Bedeutung für „Muße“ [σχολή, scholḗ] zurück.). Das Allerkonkreteste ist für ihn Gott oder der absolute Geist. Aus den präferierten Werten und Normen resultieren Denkmuster, Glaubenssätze, Handlungsmuster und Charaktereigenschaften. Denker wie Spinoza und Leibniz entwickelten seinen Ansatz in großen metaphysischen Systementwürfen (vgl. In seinem Kommentar zur aristotelischen Kategorienschrift unterscheidet Dexippos (4. Phase Unterrichtsgeschehen Medien, Arbeits- und Sozialform Einstieg L-I: Ethik TA Erarbeitung SuS versuchen eine eigene Definition des Themas, dabei L-I zu Jahrhunderts wie Adam Smith, Abraham Lincoln, Jean Paul, Friedrich Nietzsche, Émile Zola, Lew Tolstoi, Karl Marx, Sigmund Freud oder Søren Kierkegaard war gemeinsam, dass sie allesamt nicht an eine Universität angebunden waren und keine akademische Schulphilosophie betrieben. [68] Nach Bolzano sollte besser statt von Merkmalen eines Begriffs von Bestandteilen eines Begriffs gesprochen werden und von Merkmalen der Sache, auf die sich der Begriff bezieht. Die Infragestellung aller ethischen Werte durch Amoralismus und Relativismus steht im Kontrast zur gesellschaftlichen Nachfrage nach Bereichsethiken wie der Medizin-, Tier- oder Wissenschaftsethik bis hin zur Hacker- und Informationsethik, aber auch der Schaffung von Institutionen wie dem Nationalen Ethikrat. die kleinste Einheit des Denkens im Gegensatz zu Urteil und Schluss in der Logik. Insofern thematisiert sie die Grundlage aller auf Argumenten basierenden Arten von Wissenschaft. Schaffung humaner gesellschaftlicher und gesamtökologischer Lebensbedingungen in einer noch zu findenden Balance zwischen Individualrechten und Gemeinschaftspflichten der Menschen sieht. Gerechtigkeit ist eine Grundnorm des menschlichen Zusammenlebens. A.Tarski, „Grundlegung der wissenschaftlichen Semantik“, in: Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique, Paris 1935, Bd. Dieser Prozess ist prinzipiell offen. Nur dort, wo sich die Sinnlichkeit mit dem Verstand verbinde – der Begriff mit Inhalt gefüllt werde –, sei sichere Erkenntnis möglich. Eines der Hauptthemen der mittelalterlichen Philosophie wurde schon früh der Universalienstreit. Insgesamt macht es die empirische Erkenntnistheorie aus, dass dort Begriffe mit Vorstellungen oder Bildern im Geist gleichgesetzt werden. Diesem sog. Gattung(sbegriff) (genus) ist der „Begriff, der in Bezug auf einen anderen, in dessen Inhalt er als Hauptteil vorkommt, einen größeren Umfang hat“ und Art(begriff) (species) der „Begriff, der in Bezug auf den anderen, der in seinem Inhalt als der Hauptteil vorkommt, einen kleineren Umfang hat.“[85]. Sie können entweder 1. in der geistunabhängigen Wirklichkeit existieren, als Form einer Entität, als Eigenschaftsbündel, welches zusammengesetzte Substanzen beschreibt, oder 2. nur als Begriffe im Geist, oder 3. nur in sich und sind insofern gegenüber Sein oder Nichtsein im Sinne des Existenzbegriffs neutral. Die Analyse, Bearbeitung und exakte Bestimmung von Begriffen stehe in ihrem Mittelpunkt (Sokrates, Kant, Herbart). Auch jedes Andere, was als Symbol dienen sollte, kann höchstens, wie Symbole für die Natur Gottes, Ahnungen und Anklänge des Begriffes erregen; aber wenn es Ernst sein sollte, den Begriff dadurch auszudrücken und zu erkennen, so ist die äußerliche Natur aller Symbole unangemessen dazu, und vielmehr ist das Verhältnis umgekehrt, dass, was in den Symbolen Anklang einer höheren Bestimmung ist, erst durch den Begriff erkannt und allein durch die Absonderung jenes sinnlichen Beiwesens ihm genähert werden kann, das ihn ausdrücken sollte“, „Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein. Im Jahr 2011 waren in Deutschland 1.191 Philosophen in Vollzeit angestellt, 2002 waren es noch 869. [51] Eine Abweichung zum modernen Extensionsbegriff besteht darin, dass Arnauld/Nicole auch Arten und nicht nur Individuen zählen. Dazu müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Erstens müssen die zu analysierenden Probleme in so kleine Einheiten zerlegt werden, dass es der Intuition möglich ist, sie zu durchschauen. Nach Wilhelm von Ockham gibt es drei Arten der sprachlichen Äußerung: die geschriebene, die gesprochene und die gedankliche Äußerung. Siehe. „Kurze“ Schritte betreffen dabei den Fortschritt durch Definition durch ḥadd oder rasm; durch analoge Urteilsbildung (ḳiyās), durch Induktion (istiḳrāʾ) oder Vergleich (tamthÄ«l); „lange“ Schritte betreffen die Erwägung der Allgemeinheit oder Besonderheit eines Begriffs oder den Beweis durch Gegensatz oder Widerspruch. Januar 2021 um 15:57 Uhr bearbeitet. B. naturwissenschaftlichen Fragen und Forschungen zuwenden durften. „Fortschritte“ im Sinne eines endgültigen Widerlegens oder Beweisens von Lehren macht die Philosophie aus Sicht mancher Philosophen allerdings kaum. Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Dadurch, und dass sie durch Namen vertreten werden, ist es möglich über Klassen von Dingen oder Eigenschaften von Eigenschaften zu sprechen. Die Unterrichtsmodelle der Reihe EinFach Philosophieren bieten Bausteine für den Philosophie- und Ethikunterricht der Sekundarstufen I und II, die sich in zweierlei Hinsicht von den "herkömmlichen" Modellen und Materialsammlungen unterscheiden.. Erstens orientiert sich EinFach Philosophieren - ganz im Sinne moderner Curricula für den Ethik- und … Gerechtigkeit? Auch Begriffe werden hier erörtert, die nicht philosophisch sind, aber von philosophischem Interesse. Klassischerweise werden der theoretischen Philosophie Logik, Metaphysik und Ontologie, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, aber auch mathematische und Naturphilosophie zugerechnet. Warum gibt es überhaupt etwas und „nicht vielmehr nichts“? In England erarbeiteten Bentham und Mill den Utilitarismus, der der Ökonomie und der Ethik durch ein konsequentes Kosten-Nutzen-Konzept und mit der Idee einer Art „Wohlstand für alle“ (das Prinzip des größten Glücks der größten Zahl) wichtige Impulse gab. In ihr gelten Begriffe als „Bedeutungen von sprachlichen Ausdrücken“. Das selbstbewusste Ich ist somit eine Identität, die alle begriffenen Differenzen als ihre in sich festhält. Wichtige philosophische Begriffe (ganz kurz und unvollständig) ... z.B. Seine Stellung im Kosmos, das Verhältnis von Kultur zu Natur, Vereinzelung und Vergemeinschaftung, die Probleme der Geschlechtlichkeit, die Rolle von Liebe und Tod sind einige der Grundfragen der philosophischen Anthropologie. Seit den Zeiten des Renaissance-Humanismus und der Aufklärung setzte sich die Philosophie bis in die Gegenwart hinein kritisch mit der Religion auseinander, grenzte sich von ihr ab und betrachtete sich ihr oft als überlegen. Erst Immanuel Kant unterscheidet strikt zwischen Anschauungen und Begriffen. Zentrale Themen der philosophischen Mystik sind u. a. die Erfahrung der Aufhebung der Subjekt-Objekt-Spaltung, der Zusammenfall aller Gegensätze in Gott (coincidentia oppositorum), die mögliche Einheit des Menschen mit dem All-Ganzen (unio mystica) und die Spur des Göttlichen im menschlichen Wesen (scintilla animae). Jahrhundert erlebte die westliche Philosophie einen Aufschwung. Die Formen der Dinge werden meist als á¹£uwar bezeichnet, teils aber auch als maÊ¿nā. So wurde beispielsweise bereits in der Antike die Frage erörtert, ob einem Ding eine bestimmte Bezeichnung „von Natur aus“ oder nur durch willkürliche Festlegung durch den Menschen zukomme. B. Aristoteles, Francis Bacon, Rudolf Carnap, Karl Popper, Thomas Kuhn, Paul Feyerabend und Hilary Putnam. Innativismus (Begriffe sind angeboren), ein meist mit Abstraktionstheorien verbundener Empirismus (Begriffe werden durch Verallgemeinerung von Elementen der sinnlichen Anschauung aktiv gebildet) sowie verschiedene Varianten einer Verdanktheit der Begriffe z. Im Idealfall steht ein Wort nur für einen Begriff, in diesem Fall wird es eindeutig (univok) genannt. Dabei ist zu beachten, dass das Allgemeine als eine Tätigkeit und nicht als ein abstraktes Etwas, das die Dinge nur umfasst, sondern als wirkliche Bewegung der Vernunft gedacht wird. Begriffe lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterteilen. Bei dem Theorietyp des Empirismus werden nur solche Hypothesen anerkannt, die sich auf „sinnliche Wahrnehmung“ zurückführen lassen. Thomas begründete den Thomismus, einen großangelegten Versuch der Zusammenführung aristotelischer Philosophie mit den Lehren der katholischen Kirche. Er vertrat einen radikalen Individualismus, der nicht danach fragt, wie man grundsätzlich richtig handeln könne, sondern wie man sich als Individuum in der jeweils konkreten Situation zu verhalten habe. Ein Begriff bildet dabei eine semantische Einheit, die Teil einer Proposition oder eines Gedankens ist. Seine Ideen, die von der Unerkennbarkeit Gottes bis zu den Gesetzen und Grenzen der Physik oder der Erkenntnis reichen, weisen auf spätere Denker wie Immanuel Kant, Isaac Newton und Albert Einstein voraus. Wer ernsthaft philosophiert, stellt kritische Fragen an die ihn umgebende Welt sowie an sich selbst, lässt sich im Idealfall nicht so leicht täuschen oder von anderen seelisch-geistig manipulieren, übt sich in Wahrhaftigkeit und begeht nicht so leicht Fehlschlüsse. Einerseits emanzipierte sich so das Denken vom Mythos, andererseits wurden die Mythen in der Regel nicht grundsätzlich verworfen. Neben dieser historischen Kenntnis sollte ein ausgebildeter Philosoph eher in der Lage sein, die prinzipiell vertretbaren Positionen zu unterscheiden, deren Folgen vorauszusehen sowie Probleme und Widersprüche zu erkennen. Begriffe dienen dem Verstand in seiner Tätigkeit zu urteilen. Auf die richtige Weise zu leben und den Lebensalltag zu gestalten, setzt hiernach ein in vertiefter Form eingeübtes und daraus sich entwickelndes richtiges Denken voraus. bestimmt worden, in dessen Werk Sokrates zentrale Bedeutung hat. 1) Als bedeutende Vertreter des Holismus in der Biologie bzw. individuelle Wesenheiten eingeführt, sog. Pythagoras und seine Schule hielten die Zahl für das alles bestimmende Prinzip und nahmen damit einen wichtigen Grundsatz der modernen Naturwissenschaften vorweg. Edmund Husserl kritisiert bereits in den Prolegomena zur reinen Logik die Zurückführung der Begriffe auf ihre Genese und hält dem ihre Geltung qua Idealität der Bedeutung entgegen. und seine Anhänger einerseits sowie für die Stoiker um Zenon von Kition andererseits diente Philosophie hauptsächlich dazu, mit ethischen Mitteln psychisches Wohlbefinden bzw. Die Glaubwürdigkeit dieses – nur indirekt und fragmentarisch überlieferten – Berichts des Herakleides ist in der Forschung umstritten. Für das Ideal der Übereinstimmung von Denken und Tun hat der Kyniker Diogenes von Sinope durch seine von radikaler Enthaltsamkeit gekennzeichnete Lebensweise Anhängern wie Gegnern dieser Art philosophischer Ausrichtung ein oft zitiertes Beispiel gegeben. Letzterer ist ein konkretes Objekt; dazu gab es keine direkte Entsprechung bei Saussure. Am Übergang vom 4. zum 3. [49] Diese Unterscheidung findet sich der Sache nach bereits bei Porphyrius und u. Schließlich erarbeitete einer der zentralen Philosophen der Neuzeit, Immanuel Kant, seine von vielen Zeitgenossen als revolutionär empfundene Erkenntniskritik. [33], Der mu'tazilitische Theologie MuÊ¿ammar verwendet den Ausdruck maÊ¿nā in zentraler Funktion: es handelt sich um Individuationsprinzipien für Substanzen und das reale Fundament der Erscheinungen von Akzidentien. Er bezeichnet nicht gegenständliche Entitäten, wie Freiheit, Geist, Sein, sowie gegenständliche Entitäten, wie Natur, Materie, Ding, Leben usf. B. Gilles Deleuze, Jean-François Lyotard, Jean Baudrillard, Jacques Derrida) ist eine Gegenbewegung zu den Ideen der Moderne und betont die Differenzen von Denk- und Lebenswelten. ): Ockham, Summa logicae (Summe der Logik) I, Kapitel 1, Bonaventure Editiones instituti franciscani, 1974b. Die Metaphysik bildet fast seit jeher den Kern der Philosophie. Heidelberg 2011. Intension und Extension stehen dabei in umgekehrt proportionalem Verhältnis zueinander (je genauer der Begriffsinhalt bestimmt ist, desto weniger Individuen bzw. Ebenfalls im ersten Kapitel der Logik wird beispielsweise postuliert: Explizit wird bei Arnauld und Nicole auch zwischen Begriffsinhalt (Intension als Komplex von Begriffsattributen, compréhension) und Begriffsumfang (Extension als Menge der potentiell vom Begriff erfassten Individuen und Arten, étendue) unterschieden. Schopenhauer betonte im Anschluss an die indische Philosophie die Priorität und Übermacht des Willens gegenüber der Vernunft. Eine Definition gilt dann als z., wenn sie einen Begriff mit Hilfe dieses Begriffs zu definieren versucht, z.B. Die klassische Logik der Begriffe wurde durch den Einfluss der Logik (System of Logik/1843) von John Stuart Mill immer mehr von der Theorie der sprachlichen Zeichen ersetzt. Konzepte, in denen geistige Erkenntnis nicht auf das Allgemeine, sondern auf das Einzelne abzielte, ermöglichten die Begründung einer erfahrungsorientierten Wissenschaft, wie sie auch ein anderer Vorläufer naturwissenschaftlichen Denkens, Roger Bacon, forderte: durch eine Abkehr von Spekulation und Autoritätsgläubigkeit. Man hat diese Konzeption der maʿānÄ« mit dem platonischen Ideenbegriff verbunden (Horovitz), mit dem aristotelischen physis-Begriff (die Natur bringt Bewegung und Ruhe hervor) (Wolfson), sowie als intrinsische kausale Determinante, und zwar ursprünglich nicht für Akzidentien, sondern als materielles Substrat von Atomen, was auf stoische Ursprünge rückführbar ist (Peter Frank); andererseits hat man in ihnen relationale, nicht substantielle Prinzipien gesehen (Hans Daiber). Wichtige Vertreter der Wissenschaftstheorie sind z. In Begriffen eröffnet und dokumentiert sich Freiheit. Der Begriffsumfang setzt sich aus den Gegenständen zusammen, auf die sich die Vorstellung bezieht. Besonders Albertus Magnus und sein Schüler Thomas von Aquin sorgten für die Verbreitung des Aristotelismus, der sich schließlich gegenüber dem bisher vorherrschenden Platonismus bzw. Was ist gut? Die politische Philosophie ist ähnlich wie die Rechtsphilosophie in großen Teilen von den benachbarten Wissenschaften vereinnahmt worden. Danach sind sie den Dingen mehr oder weniger ähnlich. „Sichtbar“ ist keine Eigenschaft, sondern ein Merkmal des Begriffs „sichtbarer Gegenstand“. (Aus dieser Tradition stammen noch heute die Bezeichnungen der akademischen Grade des B.A., M.A., Ph.D. bzw. Auch die mögliche Einteilung und Ordnung des menschlichen Wissens in Gebiete und ihre Hierarchisierung, sowie die Untersuchungen der Prinzipien des wissenschaftlichen Fortschreitens (vgl. Da eine Abgrenzung schwierig ist und wir uns generell darauf konzentrieren wollen, … Den Akzent auf die sprachliche Komponente legen Giambattista Vico, Johann Georg Hamann, Johann Gottfried Herder und Wilhelm von Humboldt. B. Gegenstand der Metaphysik war für ihn nicht Gott (Averroes), sondern das Seiende als Seiendes (Avicenna). [33], Ähnlich wie Dexippus vertritt al-Farabi (um 870–950) die Ansicht, dass die zehn aristotelischen Kategorien nur erste Begriffe unter sich befassen; auch die Kopula wird als sekundärer Begriff aufgefasst.[34]. Dabei behandle die Philosophie nur „Scheinprobleme“, d. h. sie heile lediglich ihre eigenen „Sprachverwirrungen“. Bei z.n Definitionsketten entsteht die Zirkulärität durch die Verknüpfung zweier zirkelfreier Definitionen, z.B.